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Lotoskreis

Wirksamkeit von Hypnose & Forschung

28min interessante Doku über Hypnose

 

Wissenschaftlich anerkannt
Hypnose ist als Therapieform auch wissenschaftlich anerkannt: So hat der wissenschaftliche Beirat Psychotherapie, bestehend aus der Bundes- Psychotherapeutenkammer und Ärztekammer in Berlin bekannt gegeben, dass die Hypnose in mehreren Bereichen nunmehr auch im Sinne des deutschen Psychotherapeutengesetzes wissenschaftlich anerkannt wird.



Hypnose
Die Kraft des Unbewussten

Quelle: Focus-Direktlink
Hypnose kann nicht nur psychische Probleme lösen, sondern auch gegen Übergewicht, Schmerzen oder Abhängigkeit helfen. Leistungssportler und Führungskräfte profitieren vom Hypno-Coaching.
Von FOCUS-Online-Autorin Monika Preuk

Während der Trance arbeitet der Geist besonders kreativ
Wer das Wort „Hypnose“ liest, denkt wahrscheinlich zuerst an spektakuläre Tricks von Illusionisten auf der Bühne. Diese Inszenierungen verzerren jedoch das Bild. Die moderne Hypnotherapie, die in der Psychotherapie, Psychosomatik und Medizin zum Einsatz kommt, hat nichts zu tun mit der scheinbaren Willenlosigkeit und Einschränkung der Persönlichkeit während einer Bühnenshow. Ganz im Gegenteil: Hypnotherapie aktiviert die eigenen mentalen Ressourcen und hilft dabei, persönliche Ziele zu erreichen. Sie können Körper und Psyche betreffen. „Die hypnotische Trance kann dabei direkt auf die Symptome abzielen, sie auflösen oder verringern“, erklärt Hypnotherapeut Wilhelm Gerl. Auch seelische Traumata lassen sich damit erkunden, reinszenieren und verarbeiten.

Zahlreiche Studien konnten belegen, dass die moderne Hypnotherapie hilft, vor allem gegen Übergewicht, Schmerzen, Rauchen, Angst- und Essstörungen, Tinnitus, Bluthochdruck und Migräne.*

In vielen Praxen und einigen Kliniken wird diese Methode bereits täglich eingesetzt – eigenständig oder kombiniert mit anderen Verfahren, etwa Verhaltenstherapie oder Psychoanalyse.


Fachliche Beratung: Diplom-Psychologe Wilhelm Gerl, approbierter Psychotherapeut, Coach, Ausbilder in der Milton-Erickson-Gesellschaft für Klinische Hypnose (M.E.G.); Lehrauftrag an der Ludwig-Maximilians-Universität München

*Zusammenfassung der aktuellen Studien in „Hypnose in Psychotherapie, Psychosomatik und Medizin“, D. Revenstorf und B. Peter, Springer Medizin Verlag Heidelberg, 2008



Abnehmen
Schlank durch Hypnose

Quelle: Direktlink

Kann man das Unterbewusstsein so beeinflussen, dass Dickmacher unattraktiv erscheinen? Viele Hypnose-Anbieter im Internet behaupten: ja. Doch wie seriös ist das Ganze?
Martina S. hatte im September 2006 bereits eine lange Diäten-Odyssee hinter sich. Sie war an FdH, Trennkost, Blitzdiäten und Schlankheitsdrinks gescheitert. Selbst nachdem es ihr gelungen war, mit den Weight Watchers endlich ihrem Idealgewicht nahe zu kommen, schlichen sich die Pfunde nach Programmende wieder auf die Hüften zurück.

Kein Hokuspokus

Dann las sie die Annonce in der Tageszeitung: „Mit Hypnose zum Wunschgewicht – einfach, dauerhaft, ohne Willenskraft und ohne Diät“. Da schöpfte sie neue Hoffnung. Bei einem Preis von 100 Euro für eine einmalige Sitzung und einer versprochenen Erfolgsquote von 80 Prozent wagte die sonst recht bodenständige Frau den Versuch und lag wenige Tage später neben zwölf weiteren Übergewichtigen auf den Strandliegen der annoncierenden Heilpraktikerpraxis in Schleswig-Holstein. „Ich war vorher relativ aufgeregt, aber die Sitzung hatte wirklich nichts mit dem Hokuspokus von Showhypnose aus dem Fernsehen zu tun. Es fand ein aufklärendes Gespräch statt, bei dem wir uns darüber austauschten, was an unserer Ernährung dick macht und wie die Hypnose uns unterstützen soll, falsche Essgewohnheiten abzulegen.

Wie Dösen in der Sonne

„Dann begann die eigentliche Trancebehandlung“, berichtet die Krankenschwester. Während der Hypnose fühlte sie sich relaxed wie beim Dösen in der Sonne. „Ganz entfernt hörte ich, wie die Stimme der Therapeutin sagte, dass ich in Zukunft nur noch esse, wenn ich Hunger habe. Dass ich nach 18 Uhr nicht mehr esse und einige andere Dinge“, erzählt Martina. Heute, drei Monate später, zeigt die Waage rund 15 Kilo weniger, und die Lust auf Süßigkeiten hat Martina nach wie vor nicht übermannt. „Es ist fast ein bisschen unheimlich, aber ich habe wirklich keinen Appetit auf Schokolade oder auf fettes Essen. Selbst meinen Kollegen ist schon aufgefallen, dass ich bei der Arbeit gar nicht mehr automatisch in die Naschschüssel greife.“
Inga Paulsen


Das Essverhalten nachhaltig ändernAbnehmen mit Hypnose

Spielend leicht abnehmen ohne zu hungern, und das mit anhaltendem Erfolg. Dass dies möglich ist, belegen neueste wissenschaftliche Studien, wie die an der Universität Tübingen. Dort setzt man bei Übergewicht auf eine ursachenorientierte Behandlung mit klinischer Hypnose. Das Besondere dieser Methode: mit ihr wird eine andauernde Veränderung des gestörten Essverhaltens erreicht.

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Die Hypnose wird vermessen
Wiener Forscher fahnden mit Elektroden

Quelle: 3Sat_Direktlink
Feinste Gehirnströme können die Psychologen der Universität Wien erfassen - und so wollen sie herausfinden, was die Hypnose so wirksam und interessant macht. Grundlage der Messung ist das altbekannte EEG-Verfahren, allerdings in verbesserter Form. Die neue Methode erfasst die langschwingenden Hirnwellen die typisch sind für die Gehirnaktivität während der Hypnose.

Mit Elektroden am Kopf der Testperson lassen sich Spannungsschwankungen auf der Hirnrinde von wenigen Millionstel Volt messen. Digitale Kameras speichern die genaue Position der Elektroden. So lässt sich später exakt herausfinden, welches Gehirnareal aktiv war. "Hypnose", so Prof. Giselher Guttmann, "wäre aus dieser Sicht das kontrollierte und gezielte Ein- und Ausschalten bestimmter Gehirnrindenfelder - und das ist ein Phänomen, das uns sicher auch im Alltag begegnet, wenn wir mit höchster Hingabe Musik lauschen oder mit größter Konzentration etwas betrachten. Dann sind wir wahrscheinlich gar nicht weit weg von dem Zustand, den wir in der künstlichen Induktion Hypnose nennen."

Foto Ist die Meditation also eine Art Selbsthypnose? Wie gelingt es uns, durch die Konzentration auf einen Gegenstand alle anderen Reize aus unserem Bewußtsein zu verdrängen? Prof. Guttmann kann diese Theorie nur unterstützen: "Es zeigte sich tatsächlich, dass Personen mit langjähriger Erfahrung in dieser Praxis imstande waren, schon nach wenigen Sekunden eine Gedankenleere, Gedankenstille einkehren zu lassen. Alle Endhirnzonen waren desaktiviert oder ausgeschaltet, ähnlich wie in Hypnose, die Zonen, auf die wir nicht unsere Aufmerksamkeit gerichtet hatten."

Unter Hypnose nehmen wir nur das wahr, worauf wir uns gerade konzentrieren. Alles andere, so auch der Schmerz, wird ausgeblendet. Körperliche Reaktionen auf das Durchstechen mit einer Nadel kann aber auch die Hypnose nicht aufhalten.


Hypnose historisch

Foto Schon seit Jahrtausenden kennen die Menschen die Hypnose. Viele Klischeevorstellung halten sich seitdem hartnäckig. Als animalischer Magnetismus machte sie im 18. Jahrhundert Furore. Und noch heute werden bei Massenveranstaltungen scheinbar mehrere Hundert Menschen in Hypnose versetzt. Viele simulieren dabei allerdings nur, um die Show nicht zu verderben.Seriös angewandt, ist Hypnose ein uraltes Beruhigungs- und Betäubungsmittel. In deutschen Zahnarztpraxen erlebt es derzeit seine Renaissance. Und seine Wirkung ist verblüffend: Es macht schmerzunempfindlich, nimmt Ängste und erleichtert die Behandlung.


Hypnosetherapie
Die Tiefseher

Hypnose galt lange Zeit als fauler Zauber, heute erkennen Forscher zunehmend ihren therapeutischen Wert: Warum Trance heilt - und was dabei im Gehirn passiert.
Von Katharina Kramer

Hypnotische Wirkung: Ein merkwürdiges Gefühl - doch anders als erwartet.

Halten Sie die Hände so, als würden Sie einen Ball anfassen. Konzentrieren Sie sich auf den Mittelpunkt des Balls." Die Stimme von Ortwin Meiss ist dunkel, weich, der Ton ruhig und bestimmt. "Erinnern Sie sich daran, wie sich das anfühlt, einen Ball in der Hand zu halten. Dieses Gefühl in den Handflächen."

Schon Hunderte Menschen hat diese Stimme angeleitet. Spitzensportler, Geschäftsleute folgten ihr auf Reisen in andere Welten - so wie jetzt die skeptische Journalistin, die im Ledersessel in der Hamburger Praxis des Psychologen Platz genommen hat. Hier gehts weiter

 



Hypnose im Gehirn und im Zwielicht Wissenschaft und Show-Effekt
Quelle: 3Sat-Direktlink


"Das Unterbewusste wecken"
Das Gehirn ist während einer Hypnose überaus aktiv, belegt die Forschung von Prof. Ulrike Halsband. Unter Hypnose wird die Aufmerksamkeit nach innen gelenkt, was zu einer intensiveren Vorstellung und Beschreibung innerer Bilder führt. Auffallend ist die erhöhte Aktivität im Sehzentrum.

In der hypnotischen Trance verändern sich zahlreiche Körperfunktionen: Atemfrequenz, Blutdruck, Puls, das Erregungsniveau verringert sich, Entspannung breitet sich aus. "Der Patient erlebt unter Trance die Farben farbiger, das Rot wird kräftiger", schildert Halsband. "Es handelt sich aber nicht nur um die visuelle Erfahrung, sondern auch um eine auditive oder taktile: Wenn sie sich eine Urlaubsszene vorstellen, dann können sie unter Trance erleben, wie sie das Salz schmecken, was auf ihrer Haut sich befindet, wie intensiv die Sonne auf ihren Körper strahlt oder wie die Blumen um sie herum leuchten."


In der Trance kann man eine imaginäre Reise in die Zukunft machen und aus dem Blick des gereiften Menschen eine wichtige Prüfung neu betrachten. "Man lässt den Klienten in die damalige Situation zurück blicken, als er oder sie diese Prüfung bestanden hat. Das Hirn speichert dies als Engramm ab, als ob es tatsächlich passiert wäre."

Kommt man nun in die reale Situation, "dann wird das automatisiert vorgespielt: 'Den Film kenne ich bereits, ich schaffe die Prüfung und ich gehe da jetzt ohne Maximalangst in die Situation hinein'." Ebenso überzeugt von der Wirksamkeit der Hypnose ist Prof. Dirk Revenstorf aus Tübingen, einer der bekanntesten Forscher auf diesem Gebiet. Er und seine Kollegen kämpfen gegen das schlechte Image der Hypnose.

Denn viele verbinden mit diesem Wort selbsternannte Magier, die unter der Bezeichnung "Hypnotiseure" eine seriöse Technik in Verruf bringen. Sie tingeln von Disco zu Disco und angeln sich Leute, die das dringende Bedürfnis haben, sich öffentlich bloß zu stellen.

"Tatsächlich gehen die Leute auch in Trance dabei, weil die Hypnotiseure auch einen guten Blick für die richtigen Personen haben, die kooperativ und suggestibel sind ", erläutert Revenstorf. "Was sie normalerweise überhaupt nicht haben, ist eine klinische Schulung: Sie wissen gar nicht, was sie in der Person anrichten, wenn sie wirklich in Trance geht." Im optimalen Fall passiere nichts. "Aber wenn jemand in Trance geht und retraumatisiert wird durch das Flackerlicht, weil er mal in einen Unfall reingefahren ist - dann ist das katastrophal."
Der "Hypnotiseur" habe erstens keine Zeit, weil zehn Leute auf der Bühne sind, "und zweitens nicht das Wissen, wie man eine Retraumatisierung behandelt. Das wäre nur ein Fall."