![]() |
![]() |
Inhalt:
1. Die Einladung - 2. die Liste - 3. Ich werde dich immer lieben - 4. Das perfekte Herz
von O. M. Dreamer
Die Einladung
Es ist für mich nicht wichtig, womit Du Deinen Lebensunterhalt verdienst.
Ich möchte wissen, wonach Du innerlich schreist und ob Du zu träumen
wagst,der Sehnsucht Deines Herzens zu begegnen.
Es ist für mich nicht wichtig, wie alt Du bist.
Ich will wissen, ob Du es riskierst, wie ein Narr auszusehen, um Deiner Liebe
willen, um Deiner Träume willen und für das Abenteuer des Lebendigseins.
Es ist für mich nicht wichtig, welche Planeten im Quadrat zu Deinem Mond
stehen.
Ich will wissen, ob Du den tiefsten Punkt Deines eigenen Leides berührt
hast, ob Du geöffnet worden bist von all dem Verrat, oder ob Du zusammengezogen
und verschlossen bist aus Angst vor weiterer Qual.
Ich will wissen ob Du mit dem Schmerz - meinem und Deinem - dasitzen kannst,
ohne zu versuchen, ihn zu verbergen oder zu mindern oder ihn zu beseitigen.
Ich will wissen ob Du mit Freude - meiner und Deiner - dasitzen kannst, ob
Du mit Wildheit tanzen und Dich von der Ekstase erfüllen lassen kannst,
von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen, ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen,
zur Vernunft oder die Grenzen des Menschseins zu bedenken.
Es ist für mich nicht wichtig, ob die Geschichte, die Du erzählst,
wahr ist.
Ich will wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um Dir selber treu
zu sein. Ob Du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht Deine eigene
Seele verrätst.
Ich will wissen, ob Du vertrauensvoll sein kannst und von daher vertrauenswürdig.
Ich will wissen, ob Du die Schönheit sehen kannst, auch, wenn es nicht
jeden Tag schön ist und ob Du Dein Leben aus Gottes Gegenwart speisen
kannst.
Ich will wissen, ob Du mit dem Scheitern - meinem und Deinem - leben kannst
und trotzdem am Rande des Sees stehen bleibst und zu dem Silber des Vollmonds
rufst: "Ja!"
Es ist für mich nicht wichtig zu erfahren, wo Du lebst und wie viel Geld
Du hast.
Ich will wissen, ob Du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer und Verzweiflung,
erschöpft und bis auf die Knochen zerschlagen, und tust, was für
die Kinder getan werden muss.
Es ist für mich nicht wichtig, wer Du bist und wie Du hergekommen bist.
Ich will wissen, ob Du mit mir in der Mitte des Feuers stehen wirst und nicht
zurückschreckst.
Es ist für mich nicht wichtig, wo oder was oder mit wem Du gelernt hast.
Ich will wissen, was Dich von innen hält, wenn sonst alles wegfällt.
Ich will wissen, ob Du allein sein kannst und in den leeren Momenten wirklich
gern mit Dir zusammen bist.
Die Liste
(weiß leider den Verfasser nicht, wenn jemand den Namen hat ich würde diesen gerne nachtragen)
Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderer
Schüler in der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig
Platz neben den Namen zu lassen.
Dann sagte sie zu den Schülern, Sie sollten überlegen,
Was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen
können und das sollten sie neben die Namen schreiben.
Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie Ihre Blätter der Lehrerin.
Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt
Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre
Mitschüler über den Einzelnen aufgeschrieben hatten.
Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste. Schon nach
kurzer Zeit lächelten alle. "Wirklich?", hörte man flüstern.
"Ich
wusste gar nicht, dass ich irgendjemandem was bedeute!" und "Ich
wusste
nicht, dass mich andere so mögen", waren die Kommentare.
Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die Lehrerin wusste nicht
ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert
hatten, aber das
Machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler
waren glücklich mit sich und mit den anderen.
Einige Jahre später war einer der Schüler gestorben und die
Lehrerin
ging zum Begräbnis Dieses Schülers. Die Kirche war überfüllt
mit vielen Freunden.
Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt oder gekannt hatte. Jeder
ging am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre.
Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort
stand, sagte einer der Anwesenden, die den Sarg trugen, zu ihr: "Waren
Sie Marks Mathe Lehrerin?" Sie nickte: "Ja". Dann sagte er:
"Mark hat sehr oft
von Ihnen gesprochen."
Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marks früheren Schulfreunden
versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie warteten offenbar
sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen.
"Wir wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der Vater und zog eine
Geldbörse
aus seiner Tasche. "Das wurde gefunden, als Mark verunglückt ist
Wir dachten, Sie würden es erkennen." Aus der Geldbörse
zog er ein
stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male
gefaltet und Auseinandergefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen,
dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen,
die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten.
"Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht
haben"
sagte Marks Mutter. "Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt."
Alle
früheren Schüler versammelten sich um
Die Lehrerin. Charlie lächelte ein bisschen und sagte: "Ich habe
mein
Liste auch noch. Sie ist in der
Obersten Schublade in meinem Schreibtisch".
Die Frau von Heinz sagte: "Heinz bat mich, die Liste in unser
Hochzeitsalbum zu kleben." "Ich habe meine auch noch", sagte
Monika.
"Sie ist in meinem Tagebuch." Dann griff Irene, eine andere
Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und
ausgefranste Liste den anderen. "Ich trage sie Immer bei mir", sag
Irene und meinte Dann: "Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt."
Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte
Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen
würden.
Im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir oft, dass jedes Leben
eines Tages endet und dass wir nicht wissen, wann dieser Tag sein wird.
von Robert Munsch und Steffen Butz
*schnüff-schön-traurig*
+++++++++++++++++++++++++++++++++++
Ich werde dich immer lieben
Eine Mutter hielt ihren neugeborenen Sohn in den Armen. Sie wiegte ihn vor und zurück, vor und zurück, und sang ganz leise:
Ich lieb dich für immer,
meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe
wirst du mein Kind sein.
Der Sohn wuchs heran. Er wurde größer und größer. Als er zwei Jahre alt war, rannte er durchs ganze Haus; er riss Bücher aus den Regalen, leerte den Kühlschrank oder spülte die Uhr seiner Mutter durchs Klo hinunter.
Dann seufzte seine Mutter manchmal: Der Junge macht mich noch wahnsinnig
Aber nachts, wenn ihr Sohn endlich eingeschlafen war, ging die Mutter in sein Zimmer und trat auf Zehenspitzen an sein Bett. Wenn er tief und fest schlief, setzte sie sich zu ihm und dachte an die Zeit zurück, als sie ihr Baby in den Armen wiegte, vor und zurück und sang ganz leise:
Ich lieb dich für immer,
meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe
wirst du mein Kind sein.
Der Sohn wuchs heran. Er wurde größer und größer. Als er neun Jahre alt war, kam er nie zum Essen rein, wenn man ihn rief; nie wollte er sein Bad nehmen; und wenn die Oma zu Besuch kam, sagte er unanständige Dinge um sie zu ärgern.
Manchmal hätte seine Mutter den Bengel am liebsten an den Zoo verkauft.
Aber nachts, wenn ihr Sohn endlich eingeschlafen war, ging die Mutter in sein Zimmer und trat auf Zehenspitzen an sein Bett. Wenn er tief und fest schlief, setzte sie sich zu ihm und dachte an die Zeit zurück, als sie ihr Baby in den Armen wiegte, vor und zurück und sang ganz leise:
Ich lieb dich für immer,
meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe
wirst du mein Kind sein.
Der Sohn wuchs heran. Er wurde größer und größer. Als er ein Teenager war,
hatte er merkwürdige Freund, ernährte sich ungesund und hörte laute Musik.
Dann dachte seine Mutter manchmal, sie sei im Zoo!
Aber nachts, wenn ihr Sohn endlich eingeschlafen war, ging die Mutter in sein Zimmer und trat auf Zehenspitzen an sein Bett. Wenn er tief und fest schlief, setzte sie sich zu ihm und dachte an die Zeit zurück, als sie ihr Baby in den Armen wiegte, vor und zurück und sang ganz leise:
Ich lieb dich für immer,
meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe
wirst du mein Kind sein.
Der Sohn wuchs heran. Er wurde größer und größer. Als er erwachsen war, zog er zu Hause aus. Er wohnte jetzt am Ende der Stadt.
Manchmal, nachts, wenn seine Mutter nicht schlafen konnte, lag sie im Bett dachte an die Zeit zurück, als sie ihr Baby in den Armen wiegte, vor und zurück und sang ganz leise:
Ich lieb dich für immer,
meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe
wirst du mein Kind sein.
Aber nicht nur der Sohn wurde älter, auch die Mutter wurde älter und älter und alt.
Eines Tages rief sie ihren Sohn an und sagte: ? Du kommst besser vorbei; ich bin zu alt und zu gebrechlich, um das Haus zu verlassen.
Der Sohn fuhr quer durch die Stadt zu seiner Mutter. Als er zur Tür hereintrat, hörte er sie leise singen:
Ich lieb dich für immer,
meine Liebe ist dein...
Aber sie konnte nicht zu Ende singen, so gebrechlich war sie und schwach.
Da setzte sich der Sohn zu seiner Mutter ans Bett und nahm sie in die Arme. Er wiegte sie vor und zurück, vor und zurück, vor und zurück, und sang ganz leise:
Ich lieb dich für immer,
meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe
wirst du meine Mutter sein.
Als der Sohn an diesem Abend nach Hause kam, blieb er lange auf der Treppe stehen.
Dann trat er in das Zimmer, wo seine neugeborene Tochter schlief.
Er trat auf Zehenspitzen an ihr Bett und nahm sie sanft in die Arme. Er wiegte das Baby vor und zurück, vor und zurück, vor und zurück und sang ganz leise:
Ich lieb dich für immer,
meine Liebe ist dein;
solang wie ich lebe
wirst du mein Kind sein
Das perfekte Herz
Der Autor ist mir unbekannt -obwohl bekannt(?)- sagt mir seinen Namen dann setze ich ihn drunter!**
Eines Tages stand ein junger Mann mitten in der Stadt und erklärte,
dass er das schönste Herz im
ganzen Tal habe. Eine große Menschenmenge versammelte sich, und sie
alle bewunderten sein Herz,
denn es war perfekt. Es gab keinen Fleck oder Fehler in ihm. Ja, sie alle
gaben ihm recht, es war
wirklich das schönste Herz, was sie je gesehen hatten. Der junge Mann
war sehr stolz und prahlte
lauter über sein schönes Herz. Plötzlich tauchte ein alter
Mann vor der Menge auf und sagte: "Nun,
dein Herz ist nicht mal annähernd so schön, wie meines."
Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an.
Es schlug kräftig, aber
es war voller Narben, es hatte
Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren. Aber
sie passen nicht richtig,
und es gab einige ausgefranste Ecken. Genauer an einigen Stellen waren tiefe
Furchen, wo ganze
Teile fehlten. Die Leute
starrten ihn an: Wie kann er behaupten, sein Herz sei schöner, dachten
sie?
Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah dessen Zustand und lachte:
"Du musst
scherzen", sagte er, "Dein Herz mit meinem zu vergleichen. Meines
ist perfekt und deines ist ein
Durcheinander aus Narben und Tränen."
"Ja", sagte der alte Mann, "deines sieht perfekt aus, aber
ich würde niemals mit dir tauschen. Jede
Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe.
Ich reiße ein Stück meines
Herzens heraus und reiche es ihnen, und oft geben sie mir ein Stück ihres
Herzens, das in die leere
Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke nicht genau sind,
habe ich einige raue Kanten,
die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir teilten.
Manchmal habe ich auch
ein Stück meines Herzens gegeben, ohne
dass mir der andere ein Stück seines Herzens zurückgegeben hat.
Das sind die leeren Furchen. Liebe
geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen. Auch wenn diese Furchen
schmerzhaft sind, bleiben
sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe, die ich für diese
Menschen empfinde. Und ich
hoffe, dass
sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden. Erkennst
du jetzt, was wahre Schönheit
ist?" Der junge Mann stand still da und Tränen rannen über seine Wangen. Er ging auf den alten Mann
zu, griff nach seinem
perfekten jungen und schönen Herzen und riss ein Stück heraus. Er
bot es dem alten Mann mit
zitternden Händen an. Der alte Mann nahm das Angebot an, setzte es in
sein Herz. Er nahm dann ein
Stück seines alten vernarbten
Herzens und füllte damit die Wunde des jungen Mannes Herzen. Es passte
nicht perfekt, da es einige
ausgefranste Ränder hatte. Der junge Mann sah sein Herz an, nicht mehr
perfekt, aber schöner als je
zuvor, denn er spürte die
Liebe des alten Mannes in sein Herz fließen.